Alexander I

Alexander I

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9788027375059
Genre:
Historische Romane & Erzählungen
Autor:
Dmitri Mereschkowski
Herausgeber:
e-artnow

Dmitri Mereschkowskis "Alexander I." ist ein historischer Roman über die geistige und politische Krise des russischen Zaren zwischen napoleonischem Zeitalter, restaurativer Staatskunst und religiöser Selbstbefragung. Das Buch verbindet archivalisch anmutende Genauigkeit mit symbolistischer Deutung: Hofintrigen, diplomatische Spannungen und persönliche Schuldgefühle erscheinen als Zeichen eines größeren Kampfes zwischen Macht, Gewissen und Erlösungssehnsucht. In seinem literarischen Kontext gehört der Roman zur russischen Moderne, die Geschichte nicht bloß rekonstruiert, sondern als metaphysisches Drama begreift. Mereschkowski, 1865 geboren, war Dichter, Romancier, Religionsphilosoph und einer der prägenden Vertreter des russischen Symbolismus. Seine Beschäftigung mit dem Verhältnis von Christentum, Staat und individueller Freiheit bestimmte sein gesamtes Werk. Die Gestalt Alexanders musste ihn besonders anziehen: ein Herrscher, der Aufklärung und Autokratie, mystische Frömmigkeit und politische Härte, europäische Mission und russische Wirklichkeit in sich vereinte. Empfohlen sei "Alexander I." allen Lesern, die historische Literatur nicht als bloßes Kostümbild, sondern als intellektuelle Untersuchung politischer Verantwortung schätzen. Der Roman bietet ein vielschichtiges Porträt einer Epoche und eines Gewissens, dessen Zwiespalt bis in die moderne Frage nach Macht und Moral hineinreicht.

Autorentext
Dmitri Mereschkowski (1865 - 1941) war ein russischer Schriftsteller, religiöser Denker und Literaturkritiker. Er war eine wegweisende Figur des Silbernen Zeitalters der russischen Poesie und gilt als Mitbegründer der symbolistischen Bewegung, musste aber zweimal ins politische Exil gehen. Bekannt als selbsternannter religiöser Prophet mit einer eigenen Sichtweise des apokalyptischen Christentums und als Autor philosophischer historischer Romane, die glühenden Idealismus mit literarischer Innovation verbanden, wurde Merezhkovsky neunmal für den Literaturnobelpreis nominiert, den er 1933 beinahe erhalten hätte.

Klappentext
In "Alexander I." folgt Dmitri Mereschkowski der komplexen Persönlichkeit und den tumultuösen Entscheidungen des russischen Zaren Alexander I. Durch eine eindringliche Erzählweise, die sowohl historische Fakten als auch psychologische Einblicke vereint, zeichnet Mereschkowski das Porträt eines Herrschers, der zwischen den Idealen der Aufklärung und den Herausforderungen des napoleonischen Zeitalters hin- und hergerissen ist. Der literarische Stil ist von einer lyrischen Dichte geprägt, die dem Leser das Gefühl vermittelt, in die Zeit und Gedankenwelt Alexanders einzutauchen, während gleichzeitig das Spannungsfeld zwischen Macht, Loyalität und persönlichem Glauben erkundet wird. Dmitri Mereschkowski, ein bedeutender Schriftsteller der russischen Moderne, wurde von den politischen Umbrüchen und der kulturellen Dynamik seiner Zeit geprägt. Seine eigene Biographie, die von Exil und inneren Konflikten geprägt ist, spiegelt sich in den Themen seiner Werke wider. Mereschkowskis umfassende Studien über die Geschichtsschreibung und Philosophie jener Epoche bündeln sich in "Alexander I.", das nicht nur ein historisches, sondern auch ein psychologisches Lehrstück darstellt. Dieses Buch ist nicht nur für Historiker von Interesse, sondern spricht auch Leser an, die sich für psychologische Porträts von historischen Figuren und deren Einfluss auf die Gegenwart begeistern. Mereschkowskis detaillierte und einfühlsame Darstellung macht "Alexander I." zu einer fesselnden Lektüre für alle, die die Dynamik von Macht und Menschlichkeit erforschen möchten.


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