Genre:
Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Herausgeber:
Styger Anton
Erscheinungsdatum:
01.04.2021
Lisas Leiden und Odyssee, als Buch. Nach dem gleichnamigen Drehbuch und Film von 2020/21 Von Fritz Messerklinger und Anton Styger
Autorentext
Anton Styger lebt in der Schweiz im Ägerital. Er ist der Autor der Buchreihe Erlebnisse mit den Zwischenwelten und befasst sich mit dem Vermessen von Häusern und Ställen, dort wo Menschen oder Tiere unter geomantischen oder elektrotechnischen Störzonen leiden. Dabei stößt er fast immer auch auf störende Fremdbelastungen feinstofflicher Art. Von Kindesalter an hellsichtig, sind diese ihm schon seit jeher vertraut. Über Jahrzehnte entwickelte er zahlreiche Übungen und Gebete um sich und andere von unsichtbaren Fremdenergien oder aber auch von eigenen, oft sehr einschränkenden Seelenmustern und immer wiederkehrenden Verletzungen zu befreien.
Leseprobe
Die Familie und Lisa Die Familie Erni zog mit ihren Kindern nach Untersiggenthal und erwarben dort ein Haus an der Langackerstrasse ganz oben am Dorfrand. Sie hatten vorher in der Stadt Zürich gewohnt. Ihre vier Kinder waren noch im Vorschulalter, so fiel ihnen der Ortwechsel sehr leicht. Der Vater Josef arbeitete bei einem Grosskonzern in Baden. So wurde auch sein Arbeitsweg sehr kurz und angenehm. Er konnte sogar mit der Bahn hin- und herfahren und sich während der kurzen Fahrt ausspannen. Die Mutter Lisbeth lebte vor ihrer Heirat auch am Stadtrand von Zürich, genauer in Adliswil. Sie war in der Stadtverwaltung angestellt. Sie war in diesem grossen Haus sehr glücklich mit ihren Kindern und dem Josef. Sie bedeuteten ihr alles und ihr Leben war dadurch erfüllt. Oberhalb der Wohnhäuser in diesem Wohnquartier waren Äcker und viel Wiesland, welches durch einen natürlichen Mischwald abgegrenzt wurde. Aus dem Wohnraum sahen sie über das alte Dorf und die Ebene, wo die träge Aare dem Rhein zufloss. Gegenüber sind die bewaldeten Hügel, auf denen viele historische Reste von Burgen und Befestigungsanlagen zu finden waren. Weiter unten an der Aare ist ein Flusskraftwerk, wo die Energie des fliessenden Wassers sinnvoll genutzt werden kann. Nun war der erste Sommer sehr schnell vorbeigegangen und der erste Schultag kam für die Lisa. Eigentlich freute sie sich auf die Schule und die neuen Freundinnen. Sie hatte immer Glück in der Schule, denn sie wurde als ruhiges und intelligentes Kind von allen Lehrerinnen sehr geschätzt und auch gefördert. Wenn sie heim- kam, fragten die Kleineren, Barbara und die Verena, jeden Tag, wie es denn so war und was sie Neues erleben durfte. Sie schauten ihr bei den Schulaufgaben sehr genau auf die Finger und wollten dies auch schon können. So übten die Kleinen oft den ganzen Tag lang auch das ABC und Zahlen zu verstehen. Dann am Abend zeigten sie stolz der Lisa, was sie von ihr gelernt hatten. Meistens konnten sie fast gleich viel wie ihre grössere Schwester. Sie hatten einfach eine grosse Freude am Lernen, das blieb ihnen auch noch, als sie selber in die Schule gingen. Der jüngste Bruder, der Albert, war noch eine lange Zeit mit Bauklötzen und spielen beschäftigt. Schnell war wieder ein Jahr vergangen und auch die Barbara be- gann mit dem Schulunterricht. Fünf Jahre später entschlossen die Eltern, mit dem Nachwuchs Zeltferien im Tessin zu machen. Das war für alle etwas ganz Neues. Sie bekamen einen sehr schönen Zeltplatz auf dem Camping in Aquarossa. Dieser Familiencamping liegt im Bleniotal an der Lukmanierstrasse, welche von Biasca zum Pass und Dissentis führt. Sie hatten ein grosses neues Zelt dabei und das erste Abenteuer war schon, dieses richtig aufzustellen. Aber nach drei Anläufen gelang es schlussendlich. Sie waren alle sehr müde und schliefen deshalb sehr schnell und gut. Nur die Lisbeth meinte, sie höre die ganze Nacht etwas sehr Gefährliches ums Zelt herumlaufen. Am Morgen war sie elend müde. Sie hatten sich vorgenommen, viele Wanderungen mit ihren Kindern zu machen. Von diesem Ausgangspunkt gab es unzählbar viele Möglichkeiten, Wanderungen zu unternehmen. Die erste Tour war mit dem Sessellift über dem Dorf Leontica hoch über dem Talboden zu schweben. Von der Endstation liefen sie über Alpweiden und einen Wald zum Pass des Nara. Dort konnten sie ins Tessiner Haupttal hinunterschauen und den starken Reiseverkehr sehen, der sich gegen Süden quälte. Sie alle genossen die Alpenrundsichten auf den Ewigen Gletscher des Rheinwaldhorns. Alle Kinder liebten das Wandern in dieser herrlichen und abwechslungsreichen Alpenwelt des Südens. Am Abend waren sie auch dementsprechend müde und wollten, was auch neu war, freiwillig ins Bett gehen. Die Eltern sassen oft mit anderen draussen und genossen ein Glas guten Wein und die Ruhe. Wenn sie nicht gerade wanderten, so spielten die Kinder am liebsten im Urwald unten am Fluss Brenno. Dieser wilde Bergbach wurde durch eine grosse Staumauer gezähmt, denn wenn früher starke Gewitter über den Bergen vom Tal hingen und alles Wasser abliessen, so wurde dieser Bergbach zu einer wütenden Bestie. Der alles mitriss und sämtliche Brücken zerstörte und Abhänge ins Rutschen brachte. Wenn sie alle am Abend vor dem Zelt sassen, so schauten sie direkt gegenüber auf den Hang, wo oben der Sessellift war. Inmitten von Weiden stand ein uraltes Kirchlein mit einer einmaligen Anmut. Des Nachts wurde sie im Sommer angeleuchtet und sie schien deshalb in der Dunkelheit zu schweben. Lisa schaute immer sehr lange und gebannt dort nach oben. Sie sagte: Komm Papa morgen mit uns, ich möchte dorthin gehen. Ich kenne die Kirche und ihre Geschichte. Mein Papa von damals hatte sie mir geschenkt, respektive gestiftet. Als sie dann all am nächsten Tag vor dieser Kirche standen und sahen, dass die Türe offen war, so traten sie ein. Innen ist sie kahl und eben uralt. Aber alle schienen hier etwas zu spüren, das sie noch nie vorher wahrgenommen hatten. Lisa fühlte sich gezwungen auf die Knie zu gehen und ein Gebet zu sprechen. Die Eltern schauten sich sehr erstaunt an. Danach hatte sie Tränen in den Augen, die sie abwischte und lachte. Wisst ihr, für mich ist es eine Art von Heimkommen. Ich bin heute zwölf Jahre alt geworden und darf Geburtstag feiern mit euch. Und alles ist so wunderschön hier. Fast jeden Tag erkundigten sie alle zusammen die Schönheiten vom Bleniotal und dem Seitental. Auch liefen sie von Olivone bis hinauf auf den schönen Pass des Lukmanier. Zum Heimkommen nahmen sie den Linienbus, was allen Kindern besonders gefiel. Das Wetter war drei Wochen lang nur schön. ...
Leider konnten wir für diesen Artikel keine Preise ermitteln ...
billigbuch.ch sucht jetzt für Sie die besten Angebote ...
Die aktuellen Verkaufspreise von
6 Onlineshops werden
in Realtime abgefragt.
Sie können das gewünschte Produkt anschliessend direkt beim Anbieter Ihrer Wahl bestellen.
| # |
Onlineshop |
Preis CHF |
Versand CHF |
Total CHF |
|
|
| 1 |
Seller |
0.00 |
0.00
|
0.00 |
|
|
Onlineshops ohne Resultate: