Genre:
Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Herausgeber:
Konkursbuch Verlag
Erscheinungsdatum:
31.03.2021
Eine Liebesgeschichte (oder Affäre) im Milieu von Rockmusik und Literatur. 1968 ist der Mythos der Protagonistin Fil. Joe, eine Frau mit Vorfahren aus Sibirien, Fils Nachbarin, und die LP Sibirien, wie man es mir erzählt hat allen Fischer*innen im Fluss der Liebe gewidmet (Fils Lieblingsplatte des Sängers Manu Chao) spielen eine Rolle. Und die Sehnsucht nach Weite. Kann Sex ohne Liebe möglich sein, wenn man aus dem Alter der hormonellen Stürme heraus ist? Blu, ein Musiker, trinkt gerne. Er kommt aus der Voralpenprovinz, das hat eine Bedeutung, und er ist verheiratet mit einer Frau, die schon lange nicht mehr mit ihm zusammen ist, und doch spielt die Heilige Maria im Hintergrund immer eine Rolle. Als erstes fallen seine Augen auf, sie haben tatsächlich etwas von einem großen sibirischen Sommerhimmel, glasklar und doch sehr blau. Auf eine gewisse Art tief und weit, transparent und kalt. Es geht schon beim ersten Blick in die Augen los mit der Verzauberung, die Blu auslöst. Als Fil und Blu sich zwanzig Jahre nach einem ersten Zusammentreffen wiederbegegnen, beginnt die Geschichte. Wie bei anderen Liebesgeschichten auch bleibt es ein Rätsel, wieso eine am anderen hängen bleibt, obwohl sich nach und nach zeigt, dass vieles nicht stimmt'. Und doch stimmt' es und reißt die Leser*innen mit in den Fluss. Hanna Mittelstädt erzählt sowohl lakonisch als auch poetisch und anspielungsreich von Liebe, Sex, Begehren und Älterwerden.
Autorentext
Hanna Mitttelstädt, geboren 1951, lebt und arbeitet in Hamburg. Mit-Gründerin und 45 Jahre lang Mit-Leiterin des Verlags Edition Nautilus. War Co-Übersetzerin für viele Werke aus dem Französischen sowie Redaktionsmitglied in den verlagseigenen Zeitschriften. Veröffentlichte beim Verlag Peter Engstler Prosabände, zuletzt Die Notwendigkeit des Mondes (2016) sowie zusammen mit Anna Rheinsberg: Liebe Hanna Deine Anna Briefe über Liebe und Literatur (Edition Nautilus 1999). Nach dem Ausscheiden aus dem Verlag: Künstlerische Leitung für Szenische Lesungen, u.a. Francis Picabia, Funny Guy & Dada mit Roberto Ohrt; Der Torpedokäfer Aus dem abenteuerlichen Leben des Franz Jung, Lesung u.a. Corinna Harfouch, Iris Boss. Initiatorin der Franz Jung-Revue Die Technik des Glücks (zusammen mit Annett Gröschner) für das HAU (Hebbel am Ufer) in Berlin. Arbeitet zur Zeit an einer Verlagschronik mit dem Arbeitstitel: Das große Spiel.
Leseprobe
In der menschenleeren Wohnung der Genossen zeigte Fil die Betten. Der Dichter fand, sie sollte bleiben, aber Fil fand das nicht. Sie jetzt hier mit drei Künstlern, dazu zwei Rockmusiker, die sie überhaupt nicht kannte, das war Fil damals doch unheimlich, zumal sie auch einen Lebensgefährten hatte, der in der gemeinsamen Wohnung auf sie wartete. Damals waren es nicht Blus Augen gewesen, die Fil beeindruckt hatten, denn die waren ja großenteils geschlossen, auch nicht seine doch recht erotische Stimme, denn die hatte er so gut wie gar nicht eingesetzt, sondern sein weicher Körper, der wie ein Baby an sie gechmiegt gewesen war. Der Abdruck dieses Körpers, der genauso groß wie ihrer war, hatte sich irgendwie in den Tiefen und Weiten des Gedächtnisses erhalten, als sie ihn nach mehr als zwanzig Jahren wieder traf.
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