Die politische Konstruktion von Identität

Die politische Konstruktion von Identität

Einband:
Kartonierter Einband (Kt)
EAN:
9783836494298
Genre:
Geisteswissenschaften allgemein
Autor:
Björn Potulski
Herausgeber:
VDM Verlag Dr. Müller e.K.

Eine wichtige Quelle kollektiver Identität ist die gemeinsame Geschichte, eine Gemeinsamkeit, um die gestritten werden kann. Uns interessiert die politische Konstruktion von Identität aus der Quelle historischer Erinnerung.Dabei ziehen wir Kategorien heran, die wir zur Beschreibung von Drama und Theater formuliert haben. Wir untersuchen den Skandal um die Gedenkrede des Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger, die dieser am 9. November 1988 aus Anlass des 50. Jahrestages der so genannten Reichskristallnacht gehalten hatte. Wenn also hier ein (identitäts-)politisches Ereignis der jüngsten deutschen Geschichte als dramatischer Zusammenhang thematisiert wird, dann als das moderne Ende einer Entwicklungsachse, an deren Beginn die Erfindung der Tragödie im antiken Athen stand.Im Identitätsdiskurs waren Theatrales und Politisches damals noch ungetrennt. Die Erfindung des Politischen ging mit der Erfindung der Tragödie einher. Daher wollen wir hier ein vornehmlich politisches Ereignis im Rahmen der oft prekären deutschen Vergangenheitsbewältigung aus dieser Doppelperspektive heraus begreifen.

Autorentext
Geboren 1976 in München. Studium der Theaterwissenschaft, Politikwissenschaft und Neueren deutschen Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Björn Potulski arbeitet als Theaterregisseur und -manager und hat eine Reihe internationaler Theaterprojekte in Europa und den USA geleitet.

Klappentext
Eine wichtige Quelle kollektiver Identität ist die gemeinsame Geschichte, eine Gemeinsamkeit, um die gestritten werden kann. Uns interessiert die politische Konstruktion von Identität aus der Quelle historischer Erinnerung. Dabei ziehen wir Kategorien heran, die wir zur Beschreibung von Drama und Theater formuliert haben. Wir untersuchen den Skandal um die Gedenkrede des Bundestagspräsidenten Philipp Jenninger, die dieser am 9. November 1988 aus Anlass des 50. Jahrestages der so genannten Reichskristallnacht gehalten hatte. Wenn also hier ein (identitäts-)politisches Ereignis der jüngsten deutschen Geschichte als dramatischer Zusammenhang thematisiert wird, dann als das moderne Ende einer Entwicklungsachse, an deren Beginn die Erfindung der Tragödie im antiken Athen stand. Im Identitätsdiskurs waren Theatrales und Politisches damals noch ungetrennt. Die Erfindung des Politischen ging mit der Erfindung der Tragödie einher. Daher wollen wir hier ein vornehmlich politisches Ereignis im Rahmen der oft prekären deutschen Vergangenheitsbewältigung aus dieser Doppelperspektive heraus begreifen.


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