Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Klassische Sprach- & Literaturwissenschaft
Herausgeber:
Tectum Verlag
Erscheinungsdatum:
09.02.2015
Die Bedeutung der Wortgruppe Eulabeia (eulabes, eulabeisthai, exeulabeisthai und dieulabeisthai) durchlief innerhalb der klassischen griechischen Literatur beginnend im 5. Jh. v. Chr. bis in die Zeit des 1. Jh. n. Chr. eine erkennbare Vernderung in ihrer Vielfalt und Verwendung. Whrend sich ursprnglich die lexikalische Semantik im eher uerlichen Bereich der (scheuen) Vorsicht (he pros/peri to theion eulabeia) und Achtsamkeit (phlake, phlattesthai) bewegte, ist in der Literatur des 1. Jh. n. Chr. die Werke Epiktets sind hierfr beispielhaft eine augenscheinliche Erweiterung zu erkennen. Diese Entwicklung zeigt sich insbesondere darin, dass aus der ehemals ueren immer mehr eine innere Haltung der Furcht (phobos, phobeisthai) und religisen Scheu (aidoos, aideisthai) wurde, um einer Gefhrdung der Seele und damit einer Gefahr fr deren Zustand zu entgehen. Der eigentliche Prozess der Bedeutungsverschiebung wiederum verlief nicht abrupt, sondern stetig fortschreitend und nahm wohl bereits recht frh in der griechischen Literatur seinen Anfang. Boris Hogenmller geht der Frage nach, inwieweit das Einsetzen einer solchen Bedeutungsverschiebung bereits im 4. Jh. v. Chr. in den Werken Platons wie auch in den Schriften der Appendix Platonica erkenn- und nachweisbar ist.
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