Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Sozialwissenschaften allgemein
Herausgeber:
Tectum Verlag
Erscheinungsdatum:
31.01.2012
Welche Rolle kann und soll der Intellektuelle heute spielen? Nach 1968 entwickeln kritische Denker ein neues Selbstverstndnis. Franzsische Theoretiker verabschieden sich von Jean-Paul Sartres Konzept des engagierten Intellektuellen. Ihre Gegenentwrfe fallen hchst unterschiedlich aus: Michel Foucault pldiert fr den engagierten Experten, Pierre Bourdieu fr den eingreifenden Wissenschaftler, und Jean-Franois Lyotard schreibt dem Intellektuellen einen Nachruf. Gemeinsam ist ihnen eine Abkehr vom Avantgardismus. Das ist Ausdruck eines sozialen Wandels. Mit der Zunahme an Bildungstiteln hat sich der Abstand zwischen den Intellektuellen und der Gesellschaft verringert. Es fllt ihnen immer schwerer, eine herausgehobene Stellung zu beanspruchen. Wie wenig Anklang ein politischer Avantgardismus der Intellektuellen noch findet, zeigt Steffen Vogel anhand der globalisierungskritischen Bewegung. Zu Wort kommen neben unverdrossenen Avantgardisten wie Ignacio Ramonet, Walden Bello und Samir Amin auch Intellektuelle mit einem demokratischeren Selbstverstndnis, darunter Naomi Klein, Michael Hardt und Chico Whitaker. Der Autor prsentiert materialreich eine entscheidende Vernderung in Rolle und Selbstbild des kritischen Intellektuellen.
Autorentext
Steffen Vogel ist Sozialwissenschaftler, hat als Redakteur bei der Wochenzeitung "Freitag" gearbeitet und lebt in Berlin. Er promoviert an der Humboldt-Universität und schreibt als freier Autor für Print- und Onlinemedien.
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