Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Buchhandel & Bibliothekswesen
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
31.01.1997
Das französische Parteiensystem der V. Republik ist für den deutschen Be trachter ungeheuer kompliziert: Neue Parteien entstehen, etabliert scheinende Gruppierungen lösen sich auf oder gründen sich unter anderem Namen ne- herausragendes Kennzeichen ist die Bewegung. Vor allem die Personalisie rung der französischen Parteien fallt auf. Besonders vor Präsidentschaftswah len überlagern personenbezogene Rivalitäten sachorientierte Diskussionen. Gespräche mit politisch Interessierten in Frankreich lassen ebenso wie Dis kussionen mit politischen Verantwortungsträgern ein weitaus personenzen trierteres Politikverständnis als in anderen europäischen Ländern deutlich werden. Allenthalben Verständnislücken; es besteht akuter Klärungsbedarf. Schließlich handelt es sich bei den Parteien um Schlüsselstrukturen des poli tischen Systems. Und Frankreichs Rolle in der Europäischen Union läßt es dringend geboten erscheinen, die Parteiendimension der französischen In nenpolitik zu verstehen. Über die Betrachtung der Struktur des Parteiensystems kann auch im Falle Frankreichs der Einstieg zum Verständnis geschafft werden. Es zeigt sich aber, daß sich die französische Parteienforschung neben parteisoziolo gisch, -geographisch und verfassungsrechtlich orientierten Ansätzen vor allem auf Programmforschung, Systemkonstellationen und Parteiengeschich te konzentriert. Personenorientierte politikwissenschaftliche Untersuchungen tragen biographische Züge. Zwar werten sie die politische Leistung des ent sprechenden Politikers, ordnen sie aber nicht als Strukturfaktor des Parteien systems ein. Die Forschungsansätze beschreiben oder rekapitulieren folglich den Wandel, helfen jedoch nicht, die Bewegung innerhalb des französischen Parteiensystems zu erklären oder gar zu verstehen. Daher soll hier mit Fall studien zu den drei mehrheitsbildenden Parteien der V. Republik ein Weg zum Verständnis des Parteienwandels aufgezeigt werden.
Klappentext
Das französische Parteiensystem der V. Republik ist für den deutschen Be trachter ungeheuer kompliziert: Neue Parteien entstehen, etabliert scheinende Gruppierungen lösen sich auf oder gründen sich unter anderem Namen ne- herausragendes Kennzeichen ist die Bewegung. Vor allem die Personalisie rung der französischen Parteien fallt auf. Besonders vor Präsidentschaftswah len überlagern personenbezogene Rivalitäten sachorientierte Diskussionen. Gespräche mit politisch Interessierten in Frankreich lassen ebenso wie Dis kussionen mit politischen Verantwortungsträgern ein weitaus personenzen trierteres Politikverständnis als in anderen europäischen Ländern deutlich werden. Allenthalben Verständnislücken; es besteht akuter Klärungsbedarf. Schließlich handelt es sich bei den Parteien um Schlüsselstrukturen des poli tischen Systems. Und Frankreichs Rolle in der Europäischen Union läßt es dringend geboten erscheinen, die Parteiendimension der französischen In nenpolitik zu verstehen. Über die Betrachtung der Struktur des Parteiensystems kann auch im Falle Frankreichs der Einstieg zum Verständnis geschafft werden. Es zeigt sich aber, daß sich die französische Parteienforschung neben parteisoziolo gisch, -geographisch und verfassungsrechtlich orientierten Ansätzen vor allem auf Programmforschung, Systemkonstellationen und Parteiengeschich te konzentriert. Personenorientierte politikwissenschaftliche Untersuchungen tragen biographische Züge. Zwar werten sie die politische Leistung des ent sprechenden Politikers, ordnen sie aber nicht als Strukturfaktor des Parteien systems ein. Die Forschungsansätze beschreiben oder rekapitulieren folglich den Wandel, helfen jedoch nicht, die Bewegung innerhalb des französischen Parteiensystems zu erklären oder gar zu verstehen. Daher soll hier mit Fall studien zu den drei mehrheitsbildenden Parteien der V. Republik ein Weg zum Verständnis des Parteienwandels aufgezeigt werden.
Inhalt
Die französischen Parteien vor dem Hintergrund der theoretischen Parteienliteratur.- I.- 1. Das Parteiensystem der III. Republik.- 2. Die Entwicklung des Parteiensystems der III. Republik.- 3. Das Parteiensystem der IV. Republik.- 4. Die Entwicklung des Parteiensystems der IV. Republik.- II.- 1. Das Parteiensystem der V. Republik.- 2. Die Entwicklung des Parteiensystems der V. Republik.- 3. Die Einigung der nicht-kommunistischen Linken und die Bildung der sozialistischen Partei durch François Mitterrand.- 4. Die Neubestimmung des politischen Standortes der PS durch Michel Rocard und der Versuch zur Übernahme der Parteiführung.- 5. Die Bildung einer bürgerlichen politischen Gruppierung durch Jacques Chirac.- 6. Die Bildung einer politischen Gruppierung der nicht-gaullistischen, moderaten Rechten und des Zentrums um Valéry Giscard d'Estaing.- Schlußbetrachtung.- Personenglossar.- Tabellenverzeichnis.- Abkürzungen.
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