Wir aber sind nicht Fisch und nicht Fleisch Christliche Nichtarier und ihre Kinder in Deutschland

Wir aber sind nicht Fisch und nicht Fleisch Christliche Nichtarier und ihre Kinder in Deutschland

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783810014665
Genre:
Christentum
Autor:
Franklin A. Oberlaender
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
30.01.1995

Inhalt
1. Einleitung.- 2. Zur Definition und Demographie einer Stigmagruppe 'ohne Eigenschaften'.- 2.1. Wer ist Jude und wer ein christlicher 'Nichtarier'?.- 2.2. Demographie und soziale Strukturmerkmale der Gruppe.- 2.3. Christliche Deutsche jüdischer Herkunft als marginalisierte Gruppe: Stigmaträger und Fremde in ihrer eigenen Lebenswelt.- 2.4. Forschungsstand.- 3. Methodologische Überlegungen und methodisches Vorgehen.- 3.1. Zur Rekonstruktion vergangener Wirklichkeit.- 3.2. Biographische Forschung und textinterpretative Auswertungsverfahren.- 3.3. Sequenzanalyse und Komponentenanalyse.- 3.4. Die dem 'narrativen Interview' von Fritz Schütze angenäherten 'Alltagsgespräche'.- 3.5. Die kombinierte Einzelfall-Familienstudie.- 3.6. Quellenstudium: Sekundärliteratur und biographische Berichte.- 3.7. Die Erhebung.- 3.8. Auswertung der biographischen Materialien.- 4. Historischer Teil.- 4.1. Die Verfolgung christlicher 'Nichtarier'.- 4.2. Die Situation der christlichen 'Nichtarier' in ihrer jeweiligen Glaubensgemeinschaft.- 4.3. Vergleich der katholischen mit der protestantischen Kirche im Verhältnis zum Nationalsozialismus und zu ihren 'nichtarischen' Mitgliedern.- 4.4. Zur Situation der Nichtjuden in der Reichsvereinigung der Juden.- 5. Biographischer Teil.- 5.1. Einführung.- 5.2. Fallstudie: Heinz Frei (*1910).- 5.3. Fallstudie: Marion Frei (*1966).- 5.4. Fallstudie: Hans Herzberg (* 1908).- 5.5. Fallstudie: Harry Herzberg (* 1953).- 5.6. Fallstudie: Pfarrer Friedrich Fuchs (*1912).- 5.7. Ergänzende Fälle aus den Fallstudien.- 5.8. Weitere Fälle nichtjüdischer 'Nichtarier'.- 5.9. Weitere Fälle von Nachkommen nichtjüdischer 'Nichtarier'.- 6. Die Problematik der älteren Verfolgten: Substantielle Hinterfragung der Identität imErwachsenenalter.- 6.1. Mittel der Täuschung als Überlebensstrategie, psychische Folgen, geringe Informationstransparenz in der Post-Stigma-Phase.- 6.2. Zur Dynamik in Familien mit Mitgliedern unterschiedlicher 'Rassegrade': Zwischen Abgrenzung und Selbstentwertung, Emigration und Widerstand.- 6.3. Einstellungen zu Deutschland und zur eigenen Religion.- 6.4. Einstellungen zum Judentum, zu Juden, zum Zionismus und zum Rassenmodell.- 6.5. Ein Leben zwischen den Stühlen Zur Realitätskonstruktion von 1933 bereits erwachsenen christlichen Deutschen jüdischer Herkunft.- 7. Die Problematik der jüngeren Verfolgten: Sozialisation in unklaren Identitätsentwürfen.- 7.1. Sozialisation in existientieller Unsicherheit.- 7.2. Leben als Kampf um Akzeptanz.- 7.3. Die jüngeren Verfolgten als Interim-Generation mit hoher psychischer Belastung.- 8. Die Problematik der nachgeborenen Generation: Fortführung einer Stigma-Identität ohne Stigma-Erfahrung.- 8.1. Zur Familiendynamik in den Herkunftsfamilien der Nachgeborenen.- 8.2. Jüdische Identität durch Übernahme einer Verfolgtenidentität.- 8.3. 'Verweigerung von Lebenspraxis' und ideologische Abkehr vom deutsch-christlichen Umfeld.- 8.4. Partnerwahl als Protest gegen die Mehrheitskultur.- 8.5. Vielschichtige Identitätsangebote zerrissene Lebensentwürfe: Zum Identitätsmanagement der nach 1945 geborenen Kinder von christlichen Deutschen jüdischer Herkunft.- 9. Anhang: Übersicht aller Personen der Studie.- 10. Bibliographie.


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