Genre:
Romanhafte Biografien
Herausgeber:
BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum:
02.01.2026
Vorliegende Monographie ist mit ihrem Erscheinen im Frühjahr 2022 die erste Publikation, die sich dem ernestinischen Herzog August von Sachsen-Gotha und Altenburg (1772-1822) widmet. August war Urahn des britischen Königshauses, doch vor allem ein poetisch gesonnener Pazifist, Antimilitarist und Feminist seiner Epoche. Als Protegé Napoleons berühmt und bewundert, später bis zur Karikatur geschmäht und schließlich verdrängt, hatte der Herzog sich in Kriegszeiten als furchtloser Beschützer Gothas bewährt, der seinen Landen hohe Steuern ersparte. 1818 trat er gegen Widerstand des Landtages für eine konstitutionalisierte Regierungspraxis ein und wollte die Steuerpflicht für alle, auch die Regentenfamilie, durchsetzen. Das in seiner Epoche einzigartige Idyll »Ein Jahr in Arkadien. Kyllenion« erschien 1805 anonym und beschreibt die glückliche Liebe zweier Jünglinge sowie die Eroberungen selbstbewusster junger Frauen: »Im Freien will ich frei mich dünken.« Der Bogen aus der Vergangenheit verweist in die Gegenwart. Brühl offeriert mit seinem Materialbuch eine Fülle an Themen, Querverweisen und bislang unbeachtete Dokumente. Es finden sich nicht nur das Weimar der Klassiker Goethe und Schiller, auch Wieland, Melchior von Grimm oder Madame de Staël, der Naturwissenschaftler Blumenbach, Wilhelm von Humboldt, Bettina von Arnim, nicht zuletzt der Komponist Carl Maria von Weber. Die vom Herzog bedeutend erweiterten Sammlungen auf Schloss Friedenstein werden erörtert und Fragen aufgeworfen wie: Was schätzte Napoleon an dem »Kleinen Herzog von Gotha«? Wofür wurde er von seinen Untertanen so geliebt? Worüber sprach August mit Goethe? Wie ging der Herzog mit den deutschen Burschenschaftlern um? Was hat es mit der berühmten Phallus-Tasse auf sich? Warum waren Männer für ihn die »Tyrannen der Welt«? Was überhaupt heißt Weiblichkeit? Starb Herzog August von Gotha eines natürlichen Todes? Wer erbte das Herzogtum und was widerfuhr seiner Tochter Luise, der Mutter von Prince Albert of Saxe-Coburg and Gotha, dem späteren Gemahl von Queen Victoria? »Das ganze Panorama der Zeit wird aus dem Buch lebendig: die vielfältigen Beziehungen, die der Mann in seiner Zeit aufgebaut hat.« (Paul Derks). Dieser Herzog vermag noch heute mit seinem Witz und Sarkasmus zu provozieren. »Weil alle Seelen weiblich sind.« August der Glückliche, provozierender Querstand nach wie vor, ein Universum von verwirrender Sinnenlust und Sinnsuche, aber auch politischer Konsequenz.
Autorentext
Olaf Brühl, in Gotha geboren, lebt seit 1984 in Berlin als Autor und Regisseur (div. Opern, Stücke, auch TV-Dokumentationen, u.a. »Händel in Rom« 2006 oder »Vom Gesang der Dinge - Der Komponist Siegfried Matthus« 2014); 2025 publizierte er Essays für das Jahrbuch der Peter-Hacks-Gesellschaft. - Brühl beschäftigte sich über drei Jahrzehnte lang und als Erster forschend mit der bizarren Erscheinung des nachhaltig verdrängten Herzogs August von Sachsen-Gotha-und-Altenburg, angeregt vom Interesse an dessen provozierender Thematisierung der Geschlechter-, Sozial- und Herrschaftsrollen, seiner sich der Wende widerstehenden Haltung sowie bedeutender Kunstsammlungen.
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