Kommunikation mit jungen Menschen

Kommunikation mit jungen Menschen

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783754330197
Genre:
Soziologische Theorien
Autor:
Hartmut Kay Hirsch
Herausgeber:
BoD - Books on Demand
Erscheinungsdatum:
31.05.2022

Seit Jahresbeginn 2022 hat der Gesetzgeber sehr deutlich den Anspruch junger Menschen für seine Entwicklung und Erziehung mit erheblichen Änderungen im Achten Buch -Sozialgesetzbuch- konkretisiert. Für die Persönlichkeitsentwicklung hat er nun die Norm SELBSTBESTIMMUNG den bisherigen Normen EIGENVERANTWORTUNG und GEMEINSCHAFTSFÄHIGKEIT vorangestellt. Das geänderte SGB VIII wird nun mit "Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit." in § 1 Absatz 1 Satz 1 eingeleitet. Solch eine erhebliche Anspruchserweiterung zieht eine grundlegende Überlegung der bisherigen Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen nach sich. Erziehung und Kommunikation sind untrennbar miteinander verbunden. Erziehung von jungen Menschen basiert elementar auf Kommunikation. Man darf daher davon ausgehen, dass die Kommunikationsfähigkeit einer pädagogischen Fach- und Lehrkraft das wohl bedeutendste Qualifikationsmerkmal ihrer Tätigkeitsbewertung ist. Wie kann ich als pädagogische Fach- und Lehrkraft diesen neuen gesetzlichen Anspruch bei meinen Schutzbefohlenen in meiner Alltagssprache fördernd so umsetzen, damit ich mich in meiner pädagogischen Arbeit nicht allzu weit weg von Recht und Gesetz bewege? Was kann ich zukünftig tun, damit ich mich im vorgegebenen Rechtsanspruch des jungen Menschen im alltäglichen Sprachgebrauch und Handeln bewege? Ein pädagogischer Kommunikationsstandard mit Bezug auf die gesetzlich neu vorgegebene Anspruchsgruppe Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit drängt sich damit als eine notwendige Teildisziplin bisheriger Erziehungswissenschaften in den Mittelpunkt jeglicher weiterer Überlegungen, weil Fach- und sachgerechte Einschätzungen und Bewertungen heutiger pädagogischer Arbeit die Einbeziehung des Qualifikationsmerkmals pädagogisch fördernder Kommunikationsfähigkeit im Sinne der neuen Anspruchsgruppennorm Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit zukünftig erfordern wird.

Autorentext
Der Autor ist Kommunikationspädagoge sowie -experte auf dem Gebiet der Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen in Erziehungs- und Bildungseinrichtungen. Berufsmäßig mit Blick auf die Interessen junger Menschen ist er heute im beratenden und lehrenden Kontext als Kommunikationspädagoge sowie pädagogischer Gutachter im Großraum Stuttgart unterwegs.

Klappentext
Alle Menschen unserer Gemeinschaft verfügen über Kommunikationsmöglichkeiten mit dem eigenen Körper. Dazu gehören die Lautsprache, Mimik und Gesten. Diese Kommunikationsformen werden von Heranwachsenden elementar genutzt, um ihren Anspruch auf Begleitung und/oder Erziehung zu einer Persönlichkeit mit Hilfe pädagogischer Fachkräfte wahr nehmen zu können. Erziehung und Kommunikation sind untrennbar miteinander verbunden. Erziehung von jungen Menschen basiert auf Kommunikation. Man darf daher davon ausgehen, dass die Kommunikationsfähigkeit einer pädagogischen Fachkraft das wohl bedeutendste Qualifikationsmerkmal ihrer Tätigkeitsbewertung ist. Seit Jahresbeginn 2022 ist der Gesetzgeber dem aktuell gesellschaftlichen Entwicklungstrend mit erheblichen Änderungen im achten Sozialgesetzbuch gefolgt. Für die Persönlichkeitsentwicklung hat er die Norm Selbstbestimmung den bisherigen Normen Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit vorangestellt. Sein geändertes Gesetzeswerk wird nun mit dem Satz "Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit." in § 1 Absatz 1 Satz 1 eingeleitet. Solch eine erhebliche Anspruchserweiterung zieht eine grundlegende Überlegung der bisherigen Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen nach sich. Die Kommunikationsfähigkeit der pädagogischen Fachkraft basiert unverkennlich auf ihrer inneren Haltung gegenüber des anspruchberechtigten jungen Menschen. Ein pädagogischer Kommunikationsstandard mit Bezug auf die gesetzlich neu vorgegebene Anspruchsgruppe Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit drängt sich damit als eine notwendige Teildisziplin bisheriger Erziehungswissenschaften in den Mittelpunkt jeglicher weiterer Überlegungen. Fach- und sachgerechte Einschätzungen und Bewertungen heutiger pädagogischer Arbeit wird die Einbeziehung des Qualifikationsmerkmals Kommunikationsfähigkeit im Sinne der Anspruchsgruppe Selbstbestimmung, Eigenverantwortung und Gemeinschaftsfähigkeit unvermeidlich erfordern.


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