Einband:
Kartonierter Einband
Erscheinungsdatum:
17.12.2018
In diesem Buch widmet sich Henke systematisch und historisch dem Begriff der politischen Mythen. Darauf aufbauend werden die Begrifflichkeiten Konservative Revolution, Rechtspopulismus und Neue Rechte differenziert, um sich danach vertiefend mit den Forschungsgebieten Mythen, Symbole und Narrative auseinanderzusetzen. Dabei entwickelt der Autor auf ungemein kenntnis- und einfallsreiche Weise einen historisch und systematisch tiefschürfenden Begriff des politischen Mythos, der seine weitere Untersuchung anleitet. Den Fokus legt Henke vor allem auf die deutsche Nachkriegszeit, sowohl die Konservative Revolution (1949-1969) als auch der Aufstieg der Neuen Rechten (1970-1988) werden detailliert untersucht. Auch der Aufschwung des Rechtspopulismus wird in diesem Zusammenhang aufgegriffen. Henke analysiert abschließend das Motiv der Dekadenz und das Motiv der Barbaren als Untergangsszenario, die neue Aspekte präsentieren und sein didaktisch wie auch kontextuell umfassendes Werk abschließen. Damit leistet er einen wichtigen Beitrag zum Verständnis von Aufstieg und Methodik der Neuen Rechten in Deutschland und Europa sowie die ungebrochene Relevanz politischer Mythen in unserer heutigen Zeit.
Autorentext
Sebastian Henke befasste sich akademisch mit Transitionsforschung, Sprachenpolitik und der Entstehung illiberaler bzw. defekter Demokratien insbesondere in Osteuropa, bevor er über die Populismusforschung auf den Themenkomplex politischer Mythen kam. Gerade unter dem Aspekt politischer Kommunikation sind Mythen, Symbole und Narrative wirkmächtige Instrumente für den elektoralen Erfolg. Themenbedingt ist ein Wesenselement seiner Studien dabei die interdisziplinäre Forschung, vermittelst derer er politikwissenschaftliche Themenfelder über historiographische, ethnologische und philosophische Aspekte bis hin zu sozialpsychologischen und literaturwissenschaftlichen Ansätzen analysiert.
Klappentext
Die nicht nur im Umfang, sondern auch in ihrem intellektuellen Format und ihrer glänzenden sprachlichen Form opulente Forschungsarbeit von Sebastian Henke stellt den Rezensenten vor das unlösbare Problem, sie kaum angemessen würdigen zu können, ohne sie im Eingehen auf alle erwähnenswerten Argumentationsschritte regelrecht nacherzählen zu müssen und also wie der literarisch bekannte Kartograph zu enden, der eine Landkarte im Maßstab 1:1 herzustellen versucht. Nach Einleitung und Rekapitulation des Forschungsstands operationalisiert Herr Henke auf ungemein kenntnis- und einfallsreiche Weise einen historisch und systematisch tiefschürfenden Begriff des politischen Mythos, der seine weitere Untersuchung anleitet. In dieser unterscheidet er zunächst auf plausible Weise zwischen Rechtspopulismus, Konservativer Revolution und Neuer Rechter, bevor er sich deren Rezeption deutscher Mythen, Symbole und Narrative im einzelnen und in großer analytischer Tiefenschärfe widmet. Klugerweise konzentriert sich Herr Henke dabei auch auf die Nachkriegszeit, auch wenn mit dem »Sonderweg« und dem »deutschen Wesen« natürlich unvermeidlicherweise historische Reminiszenzen hineinspielen, von Wehrmacht, 20. Juli, Stalingrad, Dresden und Preußen ganz zu schweigen. Mit den Motiven der Dekadenz und der Barbareninvasion kommen abschließend noch neue Aspekte zur Geltung, die vielleicht auch noch eine andere Verortung erfordern könnten, aber das ist kein Einwand gegen ihre Einbeziehung. Die Forschungsarbeit von Sebastian Henke ist ebenso glänzend geschrieben wie inhaltlich wertvoll. Im einzelnen sind nicht nur Begriffsprägungen wie Demogonie (S. 13) bemerkenswert, sondern auch die Fülle an Wissenswertem, das stets klug kontextualisiert wird, wie zum Beispiel der Newroz-Mythos (S. 29). Auch die didaktische Aufbereitung der Arbeit ist großartig, so etwa bei der eigenen, graphischen Aufbereitung der Vereinbarkeit massenmedialer Aufmerksamkeitsregeln mit populistischer Logik bzw. mit den Gesetzen des politischen Mythos im Anschluss an die Forschung von Paula Diehl (S. 42) sowie der Entwicklung einer Typologie des Untergangs (S. 115)." Prof. Dr. Karsten Fischer, LMU
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