Tschechen und Tschechinnen, Vermögensentzug und Restitution

Tschechen und Tschechinnen, Vermögensentzug und Restitution

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783702905279
Genre:
Zeitgeschichte (1946 bis 1989)
Autor:
Edvard Kubu, Gudrun Exner
Herausgeber:
Boehlau Verlag
Erscheinungsdatum:
31.03.2004

Die vorliegende Publikation behandelt die Situation der tschechischen Minderheit nach dem "Anschluss" im März 1938. Nach der Volkszählung im Jahr 1934 lebten in Österreich rund 52.000 Personen tschechischer oder slowakischer Nationalität. Der überwiegende Teil der tschechischen Minderheit lebte in Wien, war lohnabhängig beschäftigt, arbeitete als Kleinhandwerker oder Kleinunternehmer. In Wien existierten 300 bis 400 tschechische Vereine. Der bekannteste und auch vermögendste unter ihnen war der Schulverein Komenský. Er besaß 1938 zahlreiche Schulgebäude, eine Bibliothek (die größte tschechische Bibliothek in Wien), zwei Autobusse, zahlreiches Inventar - insbesondere Lehr- und Lernmittel sowie anderes Vermögen. Besonders gut belegt ist die Situation bei den Immobilien: Wert, hypothekarische Belastung, Beschlagnahmung und Rückgabe sowie ihr Verkauf in der Nachkriegszeit können weitgehend anhand von Quellen nachgewiesen werden.

Autorentext
Dr. Mag. Gudrun Exner, Jahrgang 1966, studierte Medizin, Geschichte und Germanistik. Promotion 1998 an der Universität Wien in Geschichte, danach mehrjährige Mitarbeit am Institut für Demographie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Studien zu den Deserteuren im Vormärz, den Wiener Tschechen und zur Geschichte der österreichischen Bevölkerungswissenschaft in der Zwischenkriegszeit.


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