Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Sozialwissenschaften allgemein
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
01.01.1955
Weißwäsche, die vorwiegend aus Leinen-, Baumwoll- bzw. Zellwollgespinsten hergestellt wird, erfährt durch wiederholte Waschbehandlungen mehr oder weniger große Festigkeitseinbußen. Hat doch das Waschen von Weißwäsche als ein sich ständig wiederholender Veredlungsvorgang zu gelten, wobei die während des Gebrauches eingetretene Verschmutzung bzw. Verfleckung entfernt werden muß. Finden hierbei unzweckmäßige Arbeitsweisen Anwen dung, so kann eine erhebliche Wäscheschädigung eintreten und die Lebens dauer der Wäsche merklich herabgesetzt werden. Dieser Umstand veranlaßt Forschungs- wie Entwicklungslaboratorien sich ständig mit der Frage des Waschens zu beschäftigen. Je länger man sich mit den Problemen der Wäschereichemie befaßt, um so mehr wächst die Er kenntnis, daß die hierbei ablaufenden Reaktionen recht verwickelter Na tur sind. Um den Ansprüchen, die die Verbraucherkreise an Weißwäsche h~nsichtlich Weißgrad und Fleckenfreiheit stellen, nachkommen zu können, ist die Mitverwendung von Bleichmittel unumgänglich. Das Bleichen der Wäsche wird heute in einem Arbeitsgang während der Waschbehandlung durch geführt und bedeutet für die Hauswäscherei sowie für die gewerbliche Wäscherei eine erhebliche Arbeitserleichterung, da die früher übliche zeitraubende und witterungsabhängige Rasenbleiche in Fortfall kommen kann. Daß letztere jedoch auch faserschädigend ist, darüber berichtet A. SCHNYDER (1). Bei seinen Versuchen stellte er fest, daß Gewebe, die einer Sonnenbleiche ausgesetzt waren, einen beachtlich größeren Festig keitsabfall aufwiesen gegenüber Geweben, die im zerstreuten Licht (ge deckte Halle) getrocknet wurden. Um die Wirkungsweise der Bleichmittel hinsichtlich der Gewebeaufhellung und Fleckenentfernung bei bestmöglicher Gewebeschonung zu erkennen, ist der Frage des Bleichens größte Aufmerksamkeit zu schenken.
Klappentext
bestmöglicher Gewebeschonung zu erkennen, ist der Frage des Bleichens größte Aufmerksamkeit zu schenken.
Inhalt
Gliederung.- Aufgabenstellung.- I. Wasserstoffsuperoxyd-Bleiche.- 1. Einfluß des im Wasser gelösten Luftsauerstoffes auf Textilien in Gegenwart von Kupfer.- 2. Stabilisierung von Peroxydlösungen durch Wäscheschmutz.- 3. Stabilisationswirkung von Peroxydbädern durch Schmutzlaugen unterschiedlicher Zusammensetzung und verschiedener Verdünnung.- 4. Laborbleichversuche in kupferhaltigem Wasser ohne und bei Mitverwendung von Schmutzwasser.- 5. Zusammenfassung der unter 14 gemachten Beobachtungen.- 6. Stabilisation von Wasserstoffsuperoxyd-Bleichbädern durch Magnesiumsilikat.- 7. Verhalten von Wasserstoffsuperoxydbädern in einer Waschmaschine mit Kupfertrommel.- 8. Einfluß von Wasserstoffsuperoxyd als Bleichmittel bei unterschiedlicher Anwendung auf Kontrollgewebe.- 9. Zusammenfassung.- II. Chlorbleiche.- 1. Allgemeines.- 2. pH-Messung und Titraiton von Chlorbleichbädern.- 3. Laborbleichversuche.- 4. Beobachtungen über das Bleichen von Geweben mit Kakaoanfärbungen.- 5. Einfluß von verschiedenen Natriumhypochloritkonzentrationen als Bleichmittel auf Kontrollgewebe.- 6. Zusammenfassung.- III. Schlußbetrachtung über die Peroxyd- und Chlorbleiche.
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