Einband:
Kartonierter Einband (Kt)
Genre:
Medienwissenschaft
Herausgeber:
VDM Verlag Dr. Müller e.K.
Heterochronie ist eine mediale Kulturtechnik, die verschiedenartige Zeitbezüge symbolisch in die Gegenwart integriert und dabei einen speziellen Typ von Objekten erzeugt, dessen besondere Eigenart darin besteht, die Grundmechanismen der Bedeutungsproduktion zu hinterfragen und die historische Kontingenz kultureller Konventionen deutlich zu machen. Gleichzeitig erfüllen heterochrone Objekte - dies können künstlerische Aktionen sein wie z.B. das »langsamste Konzert der Welt«, historisches Quellenmaterial aus staatlichen oder wissenschaftlichen Archiven, aber auch ökonomisch-politische Institutionen wie das Zinssystem oder der Ausnahmezustand - eine wichtige Funktion für das kulturelle Gedächtnis und helfen so bei der Erzeugung von Anschlussmöglichkeiten für gesellschaftliche Kommunikationsprozesse.Aufbauend auf Foucaults Konzept der »Anderen Räume« entwickelt David Zintl einen medien- und kulturtheoretisch nutzbaren Begriff von »Anderen Zeiten«, der neue Einblicke ermöglicht in die Funktionsweise kultureller Strategien des Umgangs mit Zeit einerseits und in die historischen Bedingungen der kulturellen Grammatik andererseits.
Autorentext
Zintl, David Jahrgang 1979, studierte Medien- und Kulturwissenschaften an der Bauhaus-Universität Weimar, mit einem Schwerpunkt auf Geschichte und Theorie der Kulturtechniken. Er war Kurator und Programmdirektor beim »backup_festival. neue medien im film« und arbeitet derzeit als Verlagsmanager bei einem Dokumentarfilmunternehmen in Süddeutschland.
Klappentext
Heterochronie ist eine mediale Kulturtechnik, die verschiedenartige Zeitbezüge symbolisch in die Gegenwart integriert und dabei einen speziellen Typ von Objekten erzeugt, dessen besondere Eigenart darin besteht, die Grundmechanismen der Bedeutungsproduktion zu hinterfragen und die historische Kontingenz kultureller Konventionen deutlich zu machen. Gleichzeitig erfüllen heterochrone Objekte - dies können künstlerische Aktionen sein wie z.B. das »langsamste Konzert der Welt«, historisches Quellenmaterial aus staatlichen oder wissenschaftlichen Archiven, aber auch ökonomisch-politische Institutionen wie das Zinssystem oder der Ausnahmezustand - eine wichtige Funktion für das kulturelle Gedächtnis und helfen so bei der Erzeugung von Anschlussmöglichkeiten für gesellschaftliche Kommunikationsprozesse. Aufbauend auf Foucaults Konzept der »Anderen Räume« entwickelt David Zintl einen medien- und kulturtheoretisch nutzbaren Begriff von »Anderen Zeiten«, der neue Einblicke ermöglicht in die Funktionsweise kultureller Strategien des Umgangs mit Zeit einerseits und in die historischen Bedingungen der kulturellen Grammatik andererseits.
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