Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Medienwissenschaft
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
13.01.2011
Im Rahmen dieser qualitativen Untersuchung analysiert Judith Hilgers ein junges Gewaltphänomen Jugendlicher, das in der Öffentlichkeit unter dem Begriff Happy slapping' diskutiert wird. Jugendliche inszenieren Gewalt, dokumentieren diese mit der Handykamera und geben die Clips anschließend weiter. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer Dunkelfeldbefragung von jugendlichen Tätern, einer qualitativen Befragung von Experten und einer Analyse von Gewaltclips. Als Ergebnis identifiziert die Autorin unterschiedliche Erscheinungsformen des Phänomens und verschiedene Motive der jugendlichen Täter, die sich zum Teil von nicht gefilmter Jugendgewalt unterscheiden. Die Gewaltinszenierungen und Gewaltdokumentationen sind als radikale Form einer Selbstpräsentation beschreibbar, als eine Herstellung und visuelle Verbreitung der eigenen individuellen Marke. Dieses Selbstmarketing basiert bei den befragten Jugendlichen auf Gewalt, wobei Gewalt hier nicht zwingend eine Antwort auf Marginalisierungen ist, sondern ein selbstgewähltes Leistungsfeld sein kann.
"Die Studie von Judith Hilgers bietet einen breiten und umfassenden Einblick in das Phänomen 'Happy slapping' und dessen Bedeutung für die jugendlichen Akteure. Sie eignet sich besonders für diejenigen Leser und Leserinnen, die sich zunächst ein Bild von möglichem Gewalthandeln Jugendlicher und dessen Bedeutung machen wollen." www.socialnet.de, 25.05.2012
Vorwort
Eine qualitative Untersuchung von 'Happy slapping'-Phänomenen
Autorentext
Dr. Judith Hilgers ist wissenschaftliche Referentin bei der Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen (AQS).
Inhalt
Zur Verbreitung von 'Happy slapping' - Erklärungsansätze in Wissenschaft und Medien - Akteure: Täter und Opfer - Jugendzeit = Medienzeit - Jugendgewalt im Spiegel der Forschung - Analyse von Videoclips - Leitfadengestützte Interviews mit jugendlichen Tätern und Opfern - Kontexte von Gewalt - Die Inszenierung und Dokumentation der Gewalt - Schläger ohne Interesse an dokumentierter Gewalt - Motive und Bedeutungen ungefilmter Gewalt - Inszenierte und dokumentierte Gewalt: Versuch einer Typologie - Inszenierte und dokumentierte Gewalt als radikale Selbstpräsentation u.a.
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