Reflexive Erziehungswissenschaft

Reflexive Erziehungswissenschaft

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783531164724
Genre:
Qualitative & empirische Sozialforschung
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
16.06.2009

Die deutschsprachige Erziehungswissenschaft verdankt den Arbeiten des französischen Soziologen Pierre Bourdieu zahlreiche Impulse und wichtige Anregungen. Diesen Resonanzen spürt der vorliegende Sammelband nach, indem er nicht nur eine erste Bilanzierung der erziehungswissenschaftlichen Bourdieu-Rezeption vornimmt, sondern auch Perspektiven einer künftigen reflexiven Erziehungswissenschaft vorstellt. Der Rückblick wird zu diesem Zweck mit einer Bestandsaufnahme gegenwärtiger und einem Ausblick auf neue, von den Studien Bourdieus inspirierte Forschungsprojekte kombiniert. Zugleich zeichnen sich auf diese Weise die Konturen einer wissenschaftlichen Praxis ab, deren Charakteristika die Kritik des begrifflichen Instrumentariums, die Befragung der theoretischen Grundannahmen und das Bemühen um Aufklärung des akademischen Unbewussten sind. Die zweite Auflage wurde um eine Auswahlbibliographie und eine Linksammlung erweitert.

Pressestimmen zur 1. Auflage:

"Dieser Sammelband gibt einen breiten und interessanten Einblick in die Art und Weise, in der heute erziehungswissenschaftliche Forschungen und Diskurse auf die Arbeiten von Pierre Bourdieu referieren. Dabei sind es keineswegs nur die im engeren Sinne bildungssoziologischen Schriften, an die angeschlossen wird. Es ist ein breites Spektrum von Anleihen, die in dem Band gemacht werden: von methodischen über methodologische und wissenschaftstheoretische bis hin zu gesellschaftstheoretischen und begrifflichen Anknüpfungen reicht die Palette." sozialer sinn - Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung, 01/2008

"Die Zusammenstellung der Beiträge namhafter Autoren ist beachtlich, die dargelegten Analysen scharfsinnig und die Beiträge durchgängig lesenswert [...]. Lesenswert ist das Buch aber auch deshalb, weil der Nachweis erbracht wird, dass jede Forschung an spezifische Verwertungsinteressen gebunden ist." Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 03/2007

"Für die Weiterbildung ist er [der Band] - neben dem notwendigen Bezug auf Fragen einer theoriegeleiteten Praxis - vor allem aus zwei Gründen interessant: Erstens bringt er Beiträge, die unmittelbar die Weiterbildungspraxis betreffen, so die milieutheoretischen Überlegungen von Helmut Bremer zum Lernen Erwachsener [...]. Zweitens steuert er interessante Einsichten zu einem aktuellen Thema bei, nämlich zu der letzt mit viel öffentlicher Aufmerksamkeit bedachten Situation der 'bildungsfernen Unterschicht'." EB - Erwachsenenbildung, 01/2007

Vorwort
Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen: Perspektiven einer reflexiven Erziehungswissenschaft

Autorentext
Dr. Barbara Friebertshäuser ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt/M.
Dr. Markus Rieger-Ladich vertritt derzeit eine Professur für Allgemeine Pädagogik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg.
Dr. Lothar Wigger ist Professor für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Dortmund.

Klappentext
Pressestimmen zur 1. Auflage

Dieser Sammelband gibt einen breiten und interessanten Einblick in die Art und Weise, in der heute erziehungswissenschaftliche Forschungen und Diskurse auf die Arbeiten von Pierre Bourdieu referieren. Dabei sind es keineswegs nur die im engeren Sinne bildungssoziologischen Schriften, an die angeschlossen wird. Es ist ein breites Spektrum von Anleihen, die in dem Band gemacht werden: von methodischen über methodologische und wissenschaftstheoretische bis hin zu gesellschaftstheoretischen und begrifflichen Anknüpfungen reicht die Palette. sozialer sinn - Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung, 01/2008

Die Zusammenstellung der Beiträge namhafter Autoren ist beachtlich, die dargelegten Analysen scharfsinnig und die Beiträge durchgängig lesenswert [...]. Lesenswert ist das Buch aber auch deshalb, weil der Nachweis erbracht wird, dass jede Forschung an spezifische Verwertungsinteressen gebunden ist. Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation, 03/2007



Inhalt
1.- Reflexive Erziehungswissenschaft: Stichworte zu einem Programm.- Konturen der Rezeption und Muster der Aneignung.- Das Feld der Bildung in der Soziologie Pierre Bourdieus: Systematische Vorüberlegungen.- Der Störenfried. Warum Pädagogen Bourdieu nicht mögen.- Habitustheoretische Perspektiven und gegenstandsbezogene Problematisierungen.- Dem familialen Habitus auf der Spur. Bildungsstrategien in Mehrgenerationenfamilien.- Habitus at Work. Sinnbildungsprozesse beim Betrachten von Fotografien.- Habitus und Bildung. Einige Überlegungen zum Zusammenhang von Habitustransformationen und Bildungsprozessen.- Lernen und seine Körper. Habitusformungen und -umformungen in Bildungspraktiken.- Charakter, Habitus und Emotion oder die Möglichkeit von Erziehung? Zu einer Leerstelle im Werk Pierre Bourdieus.- Feldtheoretische Perspektiven und methodische Reflexionen.- Pierre Bourdieus Theorie des wissenschaftlichen Feldes: Ein Reflexionsangebot an die Erziehungswissenschaft.- Professionelles Handeln und die Autonomie des Feldes der Weiterbildung.- Das Maß der Dinge. Qualitätsforschung im pädagogischen Feld1.- Geschlechterforschung in der Erziehungswissenschaft Inspirationen und Modifikationen durch Pierre Bourdieu..- Verstehen als methodische Herausforderung für eine reflexive empirische Forschung.- Bildungssoziologische Analysen und hochschulpolitische Befunde.- Reproduktion in der Krise: Fallstudien zur symbolischen Gewalt.- Bildungsaußenseiter. Sozialdiagnosen in der Gesellschaft mit begrenzter Haftung.- Die Notwendigkeit milieubezogener pädagogischer Reflexivität. Zum Zusammenhang von Habitus, Selbstlernen und sozialer Selektivität.- Soziale Selektion in der Hochschule Stufung, Modularisierung und Kreditierung auf dem Prüfstand.


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