Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Arbeits-, Wirtschafts- & Industriesoziologie
Autor:
Georg Breidenstein
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
12.04.2006
Was tun Schülerinnen und Schüler im Unterricht? Der Begriff 'Teilnahme am Unterricht' wird in dieser Untersuchung, die auf langfristigen Unterrichtsbeobachtungen beruht, neu gefasst. Die grundlegende Differenzierung in Teilnahme und Nicht-Teilnahme legt Kriterien frei, die einen neuen Zugang auf die unterrichtswirklichen Probleme Leistungsbeurteilung, Zensurenfindung, Langeweile und letztlich den Schülerjob als Metapher für jede Form der Schülertätigkeit innerhalb von 45-Minuten-Einheiten ermöglicht.
"Mit der Publikation sind [...] inhaltlich vor allem zwei Zugewinne verbunden: (1) Unterricht, in der traditionellen Didaktik meist im Sinne eines roten Fadens von der beabsichtigen Ablauforganisation/der Lehrperson her gesehen, erscheint unter dem ethnographischen Blick als viel komplexer, fragmentarischer und von vielfältigen Verhaltensroutinen durchzogen, auch als weniger steuerbar. Die Feinanalysen arbeiten dabei Idaliaiserungen von Unterrichtsmethoden entgegen - besonders deutlich angesichts von gruppen- und Freiarbeit. (2) Ein weiterer Wert der Arbeit liegt in ihrer Absage an Entfremdungstheorien. Schüler erscheinen hier nicht als Gefangene des Systems, die doch gerne ihrer ursprünglichen Neugier folgen würden, wenn man sie nur ließe. Sie bewältigen ihren Arbeitsalltag, nicht mehr, aber auch nicht weniger, durchaus auch lustvoll [...]. Auch methodisch ist der hier vorgestellte Blick wertvoll [...]." ZQF - Zeitschrift für Qualitative Forschung, 1+2-2008
Vorwort
Was Schüler im Unterricht wirklich tun
Autorentext
Dr. Jens Oliver Krüger ist Professor für Allgemeine Pädagogik an der Universität Koblenz-Landau. Anna Roch ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Dr. Georg Breidenstein ist Professor am Institut für Schulpädagogik und Grundschuldidaktik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Klappentext
Was tun Schülerinnen und Schüler im Unterricht und wie beziehen sie sich aufeinander, während sie gemeinsam am Unterricht teilnehmen? Die ethnographischen Analysen, die auf langfristigen Unterrichtsbeobachtungen beruhen, untersuchen die interaktive Bewältigung der Unterrichtsanforderungen in den verschiedenen Sozialformen des Unterrichts. Sie ermöglichen neue Zugänge zum Phänomen der Langeweile und zur Bedeutung von Zensuren im Unterrichtsalltag. Die Metapher des Schülerjobs meint die Schülertätigkeit als solche und zugleich die Haltung von
Schülerinnen und Schüler gegenüber ihrem Tun.
Inhalt
Einleitung: Teilnahme am Unterricht.- Klassen-Räume.- Das Problem der Langeweile.- Der Schülerjob.- Das Eigenleben der Zensuren.- Schluss(-folgerungen?).
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