Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Buchhandel & Bibliothekswesen
Autor:
Katharina Inhetveen
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
25.09.2002
Eine Reihe politischer Parteien hat seit den siebziger Jahren geschlechtsbezogene Quotenregelungen eingeführt. Diese schreiben vor, Frauen zu einem bestimmten Prozentsatz an Ämtern und Mandaten zu beteiligen. Die vorliegende Studie geht in institutionentheoretischer Perspektive und mit qualitativ-empirischen Methoden der Frage nach, unter welchen Bedingungen der Vollzug von Quotenverfahren gezielt zu einer selbstverständlichen Routine des politischen Alltags gemacht werden kann. Anhand eines Vergleichs der bundesdeutschen und der norwegischen Parlamentsparteien wird gezeigt, wie vorherrschende kulturelle Deutungsmuster, Charakteristika der institutionellen Umwelt, Merkmale von Parteiorganisationen sowie bestimmte Akteure den Prozess geplanter Institutionalisierung beeinflussen. Aus den Ergebnissen des Vergleichs wird ein mehrdimensionales Schwellenmodell institutioneller Innovation in politischen Parteien entwickelt.
Vorwort
Wie sich "die Quote" etabliert
Autorentext
Katharina Inhetveen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie der Universität Siegen.
Inhalt
I: Empirischer Untersuchungsbereich, theoretische Perspektive und methodische Überlegungen.- 1 Einführung.- 2 Gegenstand, Forschungsinteresse und methodisches Vorgehen.- II: Vergleichende Analysen.- 3 Länderspezifische Bedingungen für institutionelle Innovation.- 4 Parteienvergleich.- III: Der Prozess institutioneller Innovation.- 5 Dimensionen des Prozesses institutioneller Innovation.- 6 Erste Schwelle: Die Innovationsforderung als Konfliktgegenstand.- 7 Zweite Schwelle: Einführung einer formalen Regelung.- 8 Dritte Schwelle: Umsetzung des formalen Beschlusses.- 9 Vierte Schwelle: Der Übergang zur Selbstverständlichkeit.- IV: Schluss.- 10 Zusammenfassung und zentrale Ergebnisse.- Übersicht über Entwicklungen und Beschlüsse innerparteilicher Frauenorganisation und Quotenregelungen in den Parlamentsparteien Norwegens und Deutschlands.- 1 Norwegische Parteien.- 1.1 Linke: Traditionen in Gleichstellung und Quotierung.- 1.2 Sozialistische Linke: Gründungsstatuten mit Quotenregelung.- 1.3 Die norwegische Arbeiterpartei: Quotierung in Norwegens größter Partei.- 1.4 Zentrumspartei: Geschlechterquote bei den Agrariern.- 1.5 Christliche Volkspartei: Später und weicher Quotenbeschluss.- 1.6 Rechte: Quotierung informell.- 1.7 Fortschrittspartei: Quotierung grundsätzlich abgelehnt.- 2 Bundesdeutsche Parteien.- 2.1 Grüne und Bündnis 90/Die Grünen: Von der Soll-Quote zur bindenden Mindestquote.- 2.2 SPD: Quotenregelung nach norwegischem Modell.- 2.3 PDS: Quotenregelung von Anfang an.- 2.4 CDU: Frauenquorum beim zweiten Versuch.- 2.5 CSU: Späte Diskussionen über Quotierung.- 2.6 FDP: Quotierung außer Diskussion.- Literatur- und Quellenverzeichnis.- Primärquellen.- Medienberichte.- Literatur.
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