Einband:
Kartonierter Einband
Genre:
Sozialwissenschaften allgemein
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
01.01.1992
Klappentext
2 Fur die Erfassung wahrer Pravalenzraten von psychogenen Erkrankungen sind jorschungsstrategisch folgende Essentials unabdingbar: 1. Die psychogenen Erkrankungen - und d.h. die Psychoneurosen, Charakter neurosen und psychosomatischen funktionellen Erkrankungen - mussen ge sondert von den groBen psychiatrischen Krankheitsbildern und auch getrennt von den primar uberwiegend rein somatischen Erkrankungen erhoben werden. Wegen des Symptomwandels innerhalb der einzelnen Unterkategorien ist es aber auch notig, aile psychogenen Erkrankungen als ein Ganzes gemeinsam zu erforschen, nicht nur isolierte Symptomgruppen. Man kommt sonst zu Fehl schlussen. 2. Eine Schweregradabstufung ist unbedingt notwendig. Anderenfalls geben bei der Erhebung von lebenslanger Pravalenz, aber auch sogar bei der Stich tagspravalenz, 94% der Menschen irgendwelche Beschwerden aus der Skala der psychogenen Erkrankungen in den letzten 7 Tagen an, wie unsere Untersu chungen zeigten (Schepank 1987a). 3. Forschungstechnisch gesehen, muB eine Feldstudie durchgefUhrt werden, also eine reprasentative Zufallsstichprobe aus der AIIgemeinbevOlkerung unter sucht werden, nicht eine Inanspruchnahmeklientel. 4. Keineswegs unwichtig ist die vierte Forderung: AIle Untersuchungen mussen von in der Diagnostik der psychogenen Erkrankungen hochgradig kompetenten Spe zialisten durchgefUhrt werden und nicht etwa per Fragebogensurveys oder durch unzureichend Ausgebildete, z.B. studentische Interviewer. 5. SchlieBlich hangt die Aussagekraft jeder empirischen Untersuchung ent scheidend von der Verweigererqote ab, - in Anbetracht der strengen Datenschutzgesetzgebung neuerdings hierzulande ein besonderes Handicap fUr Felduntersuchungen. Eine Begriindung fUr diese methodischen Essentials ist an anderer Stelle ausfUhr lich dargestellt (Schepank 1987a, 1990).
Inhalt
Weiblichkeit, Männlichkeit und Gesundheit.- Weiblichkeit Männlichkeit und psychische Gesundheit.- Männlichkeit und Gesundheit.- Geschlechtstypische Attributionen und psychische Gesundheit.- Geschlechtsstereotype und psychische Gesundheit Konzepte von PsychologInnen.- Das Frauenbild in der Prävention Psychologisierung der weiblichen Gesundheit?.- Frauenerwerbsbeteiligung und Wohlbefinden.- Zur Genese geschlechtsspezifischer Somatisierung.- Geschlechtsunterschiede in Manifestation und Verlauf psychogener Erkrankungen.- Das Selbstkonzept von jungen Frauen und Männern im transkulturellen Vergleich.- Personenregister.- Autorenverzeichnis.
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