Selbststeuerung in der Forschungsförderung

Selbststeuerung in der Forschungsförderung

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783531120379
Genre:
Sozialwissenschaften allgemein
Autor:
Friedhelm Neidhardt
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
01.01.1988

Die folgende Abhandlung verarbeitet Materialien aus ei nem Forschungsprojekt, das von der Deutschen For 1 schungsgemeinschaft finanziell unterstiitzt wurde . Der Antrag auf ProjektfOrderung wurde im April 1979 der DFG vorgelegt und im Oktober 1980 bewilligt. Zwei Jahre nach Antragstellung konnten im April 1981 die Projektarbeiten beginnen. DaG die Bewilligungsprozedur ungewohnlich viel Zeit in Anspruch nahm, ergab sich daraus, daB die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit diesem Antrag zum ersten Mal in einer doppelten Weise gefordert wurde, namlich gleichzeitig als Geldgeber und als Untersuchungsobjekt. An den Gedanken, seIber recherchiert zu werden, hat sich die DFG erst einmal gewohnen miissen. DaB dabei die Sor ge vor kritischen Ergebnissen gewissen Ambivalenzen und anfangliches Zogern ausloste, gehOrt wohl zu den natiirli- 1 Weitere Ergebnisse sind schon veroffentlicht in: F. Neidhardt, Kol legialitlit und Kontrolle - am Beispiel der Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in: Kl)lner Zeitschrift ft1r Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 38 (1986), H. 1, S. 3-12; sowie in: I. Hart mann und F. Neidhardt, Die Politische Wissenschaft auf dem PrUf stand der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in: K. v. Beyme (Hrsg.), Politikwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland, Sonderheft 17 der "Politischen Vierteljahresschrift", Opladen 1986, S.89-99. 7 chen Reaktionen von Institutionen, deren Funktionieren nicht zuletzt vorn "good will" der interessierten Offentlich keit abhlingt.

Autorentext
Prof. Dr. Friedhelm Neidhardt war bis 2000 Präsident des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).

Klappentext
Die folgende Abhandlung verarbeitet Materialien aus ei­ nem Forschungsprojekt, das von der Deutschen For­ 1 schungsgemeinschaft finanziell unterstiitzt wurde . Der Antrag auf ProjektfOrderung wurde im April 1979 der DFG vorgelegt und im Oktober 1980 bewilligt. Zwei Jahre nach Antragstellung konnten im April 1981 die Projektarbeiten beginnen. DaG die Bewilligungsprozedur ungewohnlich viel Zeit in Anspruch nahm, ergab sich daraus, daB die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit diesem Antrag zum ersten Mal in einer doppelten Weise gefordert wurde, namlich gleichzeitig als Geldgeber und als Untersuchungsobjekt. An den Gedanken, seIber recherchiert zu werden, hat sich die DFG erst einmal gewohnen miissen. DaB dabei die Sor­ ge vor kritischen Ergebnissen gewissen Ambivalenzen und anfangliches Zogern ausloste, gehOrt wohl zu den natiirli- 1 Weitere Ergebnisse sind schon veroffentlicht in: F. Neidhardt, Kol­ legialitlit und Kontrolle - am Beispiel der Gutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in: Kl)lner Zeitschrift ft1r Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 38 (1986), H. 1, S. 3-12; sowie in: I. Hart­ mann und F. Neidhardt, Die Politische Wissenschaft auf dem PrUf­ stand der Deutschen Forschungsgemeinschaft, in: K. v. Beyme (Hrsg.), Politikwissenschaft in der Bundesrepublik Deutschland, Sonderheft 17 der "Politischen Vierteljahresschrift", Opladen 1986, S.89-99. 7 chen Reaktionen von Institutionen, deren Funktionieren nicht zuletzt vorn "good will" der interessierten Offentlich­ keit abhlingt.

Inhalt
I. Einleitung: Über den Systemzusammenhang der Forschungsförderung.- II. Das Beispiel der Deutschen Forschungsgemeinschaft.- 1. Das Untersuchungsobjekt.- 2. Das Untersuchungsprogramm.- III. Anträge und Bewilligungen.- 1. Anträge und Antragsteller.- 2. Mittelbewilligungen und Geförderte.- IV. Die Rolle der Gutachter.- 1. Die Gutachter der DFG.- 2. Gutachtervoten und Votenkonsens.- 3. Die Wirkung der Gutachtervoten.- 4. Zum Einfluß der Fachreferenten.- 5. Zwischenbilanz: Steuerungen und Gegensteuerungen im Entscheidungsprozeß.- V. Die Argumente der Gutachter.- 1. Organisations-und Ressourcenfragen.- 2. Die Bedeutung fachwissenschaftlicher Kriterien.- 3. Reputation als Steuerungsmedium?.- 4. Kollegiale Kulanzen und der Bedarf an Gegensteuerung.- VI. Einige Schlußüberlegungen.- 1. Finanzierung als Förderung.- 2. Interne Bedingungen und Folgeprobleme von Selbststeuerung.- Zusätzliche Tabellen.- Literatur.- Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen.


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