Agoraphobie Theoretische Konzepte und Behandlungsmethoden

Agoraphobie  Theoretische Konzepte und Behandlungsmethoden

Einband:
Kartonierter Einband
EAN:
9783531117614
Genre:
Grundlagen Psychologie
Autor:
Wolfgang Fiegenbaum
Herausgeber:
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Erscheinungsdatum:
01.01.1986

Die Behandlung von Angsten und Phobien gehort seit Beginn der Entwicklung und Oberpriifung therapeutischer Methoden zu den bedeutenden Forschungsbe reichen der klinischen Psychologie. Kaum ein anderer Forschungsbereich vermag ein derart vollstiindiges Abbild der methodischen und theoretischen Entwicklun gen und Stromungen der Therapieforschung in den letzten 20 Jahren zu geben. Dies sei an zwei Beispielen aus dem Gegenstandsbereich dieser Arbeit aufge zeigt. Die erst en Untersuchungen zu Wirkvariablen von Konfrontationstherapien bei angstmotlVlertem Vermeidungsverhalten wurden mit Tierexperimenten und Therapieanalogstudien durchgefiihrt. Die Zweifel an der Obertragbarkeit der Ergebnisse auf die Behandlung komplexer psychischer Storungen fiihrten dazu, daB mittlerweile kontrollierte klinische Untersuchungen mit schwer gestorten Klienten (vorwiegend Agoraphobikern) deutlich iiberwiegen. Parallel zu dem veriinderten methodischen Herangehen wurden auch die Erkliirungskonzepte psychischer Storungen komplexer: Wiihrend in den 60er Jahren Modelle mit wenigen beobachtbaren Variablen zur Erkliirung von Angstphiinomenen verwen det wurden, gewannen in der zweiten Hiilfte der 70er Jahre u.a. kognitive Theorien an Bedeutung. In jiingster Zeit richtet sich das Forschungsinteresse hier auf die liingerfristigen Handlungspliine des Individuums, seine konkreten Lebensbedingungen und sein soziales Umfeld. Die komplexer werdenden Sichtweisen psychopathologischer Phiinomene fiihr ten zwangsliiufig zu komplexeren Behandlungsangeboten und zur Oberpriifung der Auswirkungen von Therapien auf die verschiedensten Lebens- und Storungs bereiche. Der Enthusiasmus z.B. der friihen Verhaltenstherapie ist Zweifeln gewichen, ob einfache Techniken fiir komplexe Storungen hinreichend sind. Auch wir haben in diesem Sinne in der vorliegenden Untersuchung das Angebot einer Konfrontationstherapie fiir Agoraphobien urn eine problemloseorientierte Gruppentherapie erweitert.

Autorentext
Wolfgang Fiegenbaum ist Professor in Münster. Aus seiner Feder stammen über 40 Bücher zum Thema Eisenbahn, darunter die erfolgreichen transpress-Dokumentationen "Abschied von der Schiene".

Klappentext
Auch wir haben in diesem Sinne in der vorliegenden Untersuchung das Angebot einer Konfrontationstherapie fiir Agoraphobien urn eine problemloseorientierte Gruppentherapie erweitert.

Inhalt
1. Phobische Ängste.- 1.1. Begriffsbestimmung: Angst, Ängstlichkeit und Phobie.- 1.2. Das Störungsbild der Agoraphobie: Empirische Befunde zur Symptomatologie und Epidemiologie.- 1.3. Angsttheorien und ihr Erklärungswert für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Phobien.- 1.4. Faktoren, die die Phobieentstehung begünstigen (Vulnerabilitätsfaktoren).- 1.5. Zusammenfassende Betrachtung - Vorschlag eines Modells zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Agoraphobien.- 2. Die Behandlung Phobischer Ängste.- 2.1. Konzepte symptomzentrierter Therapie im Überblick.- 2.2. Konfrontationsverfahren.- 2.3. Langfristige Effekte von Konfrontationstherapien: Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche.- 2.4. Konzepte ergänzender und symptomübergreifender Therapie.- 2.5. Schlußfolgerungen für die Behandlung weiblicher Agoraphobiker.- 3. Fragestellung und Allgemeine Erwartungen.- 3.1. Fragestellung.- 3.2. Allgemeine Erwartungen.- 4. Darstellung Eines Kombinierten Behandlungsprogramms für Agoraphobikerinnen.- 4.1. Konfrontationstherapie.- 4.2. Exkurs: Problemlösetraining in Gruppen.- 4.3. Gruppentherapiekonzept zur Behandlung von Agoraphobikerinnen.- 4.4. Vermittlung des therapeutischen Vorgehens gegenüber den Klientinnen.- 5. Durchführung der Untersuchung.- 5.1. Untersuchungsplan.- 5.2. Meßmittel.- 5.3. Klienten.- 5.4. Die Therapeuten der Experimentalgruppen.- 5.5. Formaler Projektablauf.- 5.6. Datenauswertung.- 6. Hypothesen.- 6.1. Erwartungen beim Vergleich der Experimentalgruppen (kombinierte Therapien) mit der Wartekontrollgruppe.- 6.2. Erwartungen beim Vergleich der Experimentalgruppen (kombinierte Therapien) mit einer ausschließlich mit Konfrontationstherapie behandelten Kontrollgruppe.- 6.3. Erwartungen beim Vergleich der TherapieabfolgenKonfrontationstherapie Gruppentherapie und Gruppentherapie Konfrontationstherapie.- 6.4. Erwartungen im Hinblick auf die Therapieabbrecher.- 7. Ergebnisse und Diskussion.- 7.1. Vergleich der Experimentalgruppen (kombinierte Therapien) mit der Wartekontrollgruppe.- 7.2. Vergleich der Experimentalgruppen (kombinierte Therapien) mit einer ausschließlich mit Konfrontationstherapie behandelten Kontrollgruppe.- 7.3. Vergleich der Therapieabfolgen Konfrontationstherapie Gruppentherapie und Gruppentherapie Konfrontationstherapie.- 7.4. Therapieabbrecher.- 8. Zusammenfassende Diskussion.- 8.1. Effekte der Konfrontationstherapie.- 8.2. Effekte der Gruppentherapie.- 8.3. Auswirkungen der Therapie auf die verschiedenen Meßebenen.- 8.4. Diskussion der Untersuchungsfragen.- 8.5. Implikationen für therapeutische Praxis und klinische Forschung.- 8.6. Differentielle Analyse erfolgreicher und weniger erfolgreicher Klientinnen.- 9. Zusammenfassung.- Literatur.- Legende zu den Tabellen 2 22: Siehe letzte Seite dieses Buches.


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