Autor:
Ernst-Gerhard Eder
Herausgeber:
Boehlau Verlag
Erscheinungsdatum:
09.02.2026
Sich aus ausgefahrenen Gleisen zu bewegen, gilt für ein ganzes Leben. (Albert Camus)
Ernst Gerhard Eder untersucht in seinem Buch sozialemanzipatorische Bewegungen der letzten vier Jahrhunderte in Wien. Diese selbstorganisierten Gruppierungen wurden von einzelnen Personen, losen Kollektiven aber auch sozialen Ständen und Schichten initiiert und können ab dem 18. Jahrhundert auch als Demokratiebewegungen verstanden werden. Sie kämpften und kämpfen unter anderem für Grundrechte, Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, selbst-bestimmbare Wohn- und Lebensräume, Bildungschancen, Gesundheit und ärztliche Versorgung oder Ernährungssicherheit. Der Bogen der Betrachtungen reicht von der 1712 gewaltsam niedergeschlagenen Schuhknechtsrevolte über die Rätebewegung am Beginn der Ersten Republik bis hin zu den gegenwärtigen Bemühungen, die Lobau-Autobahn zu verhindern, St. Marx für Alle zu erhalten und das Klima zu retten.
Autorentext
Ernst Gerhard Eder, geboren 1956 in Wien, war Privatdozent am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien und publizierte in verschiedenen geschichtswissenschaftlichen Formaten. Er war Autor im 2013 erschienenen ersten Band Sozialgeschichte Wiens und Mitherausgeber und Autor des 2015 erschienenen zweiten Bandes Sozialgeschichte Wiens 1740-2010. Sein erstes Buch bei Böhlau wurde 1995 unter dem Titel Bade- und Schwimmkultur in Wien: sozialhistorische und kulturanthropologische Untersuchungen veröffentlicht.
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