Gabriel Biel und die Brüder vom Gemeinsamen Leben

Gabriel Biel und die Brüder vom Gemeinsamen Leben

Einband:
Fester Einband
EAN:
9783161470400
Untertitel:
Quellen und Untersuchungen zu Verfassung und Selbstverständnis des Oberdeutschen Generalkapitels
Genre:
Christentum
Autor:
Gerhard Faix
Herausgeber:
Mohr Siebeck GmbH & Co. K
Auflage:
1. Auflage
Anzahl Seiten:
423
Erscheinungsdatum:
1999
ISBN:
978-3-16-147040-0

Die Gemeinschaft der 'Brüder vom Gemeinsamen Leben' entstand als Reformbewegung Ende des 14. Jahrhunderts in den Niederlanden und breitete sich innerhalb kurzer Zeit sehr schnell über Belgien nach Deutschland aus. Eine überaus wichtige Rolle spielten die Brüder schließlich in Württemberg, da sie von dem dortigen Landesherrn, Eberhard im Bart, systematisch in die landesherrliche Kirchen- und Bildungspolitik eingebunden wurden und einen eigenen organisatorischen Verbund, das Oberdeutsche Generalkapitel, ausbildeten. Gabriel Biel, der führende Theologe der Brüder, wurde engster Berater des Landesherrn und Theologieprofessor an der neu gegründeten Universität Tübingen. Trotz der enormen Bedeutung für das spätmittelalterliche Württemberg fehlte bislang wegen der schlechten Quellenlage eine Gesamtdarstellung zum Oberdeutschen Generalkapitel. Gerhard Faix legt mit seiner Arbeit nun in einer kritischen Edition erstmals zentrale, bisher unbekannte Texte zu den Brüdern vom Gemeinsamen Leben vor. Diese neue Quellenbasis ermöglichte ihm eine fundierte Untersuchung zur spirituellen Ausrichtung und organisatorischen Umsetzung der Oberdeutschen Brüderbewegung unter der Leitung Gabriel Biels. Dabei wurde deutlich, daß aufgrund ihrer direkten Einbindung in die Landespolitik straffere Organisationsformen eingeführt wurden, die ihr Vorbild im Mönchtum hatten. Wurde bisher das Oberdeutsche Generalkapitel als vom ursprünglichen Ideal wegführende Sonderentwicklung eingestuft, weist Gerhard Faix nun nach, daß Gabriel Biel mit dem Generalkapitel eine Organisationsform geschaffen hatte, die bei den norddeutschen Brüdern offenbar nicht nur Anerkennung fand, sondern schließlich bei der Umgestaltung des Münsterischen Kolloquiums 1499 in wesentlichen Teilen als Modell übernommen wurde.

Autorentext
Geboren 1961; Studium der Geschichte und lateinischen Philologie in Tübingen; 1996 Promotion; seit 1991 wiss. Assistent am Lehrstuhl für Landesgeschichte an der Universität Stuttgart.

Klappentext
Die Gemeinschaft der 'Brüder vom Gemeinsamen Leben' entstand als Reformbewegung Ende des 14. Jahrhunderts in den Niederlanden und breitete sich innerhalb kurzer Zeit sehr schnell über Belgien nach Deutschland aus. Eine überaus wichtige Rolle spielten die Brüder schließlich in Württemberg, da sie von dem dortigen Landesherrn, Eberhard im Bart, systematisch in die landesherrliche Kirchen- und Bildungspolitik eingebunden wurden und einen eigenen organisatorischen Verbund, das Oberdeutsche Generalkapitel, ausbildeten. Gabriel Biel, der führende Theologe der Brüder, wurde engster Berater des Landesherrn und Theologieprofessor an der neu gegründeten Universität Tübingen.Trotz der enormen Bedeutung für das spätmittelalterliche Württemberg fehlte bislang wegen der schlechten Quellenlage eine Gesamtdarstellung zum Oberdeutschen Generalkapitel. Gerhard Faix legt mit seiner Arbeit nun in einer kritischen Edition erstmals zentrale, bisher unbekannte Texte zu den Brüdern vom Gemeinsamen Leben vor. Diese neue Quellenbasis ermöglichte ihm eine fundierte Untersuchung zur spirituellen Ausrichtung und organisatorischen Umsetzung der Oberdeutschen Brüderbewegung unter der Leitung Gabriel Biels. Dabei wurde deutlich, daß aufgrund ihrer direkten Einbindung in die Landespolitik straffere Organisationsformen eingeführt wurden, die ihr Vorbild im Mönchtum hatten.Wurde bisher das Oberdeutsche Generalkapitel als vom ursprünglichen Ideal wegführende Sonderentwicklung eingestuft, weist Gerhard Faix nun nach, daß Gabriel Biel mit dem Generalkapitel eine Organisationsform geschaffen hatte, die bei den norddeutschen Brüdern offenbar nicht nur Anerkennung fand, sondern schließlich bei der Umgestaltung des Münsterischen Kolloquiums 1499 in wesentlichen Teilen als Modell übernommen wurde.


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