Markt und intellektuelles Kräftefeld

Markt und intellektuelles Kräftefeld

Einband:
Fester Einband
EAN:
9783484350571
Untertitel:
Literaturkritik im Feuilleton von "Pariser Tageblatt" und "Pariser Tageszeitung" (19331940)
Genre:
Allgemeine & vergleichende Sprachwissenschaft
Autor:
Michaela Enderle-Ristori
Herausgeber:
De Gruyter
Auflage:
Reprint 2016
Anzahl Seiten:
433
Erscheinungsdatum:
28.01.1997
ISBN:
978-3-484-35057-1

Während seines Erscheinungszeitraums (1933-1940) war das "Pariser Tageblatt" und sein Nachfolgeorgan "Pariser Tageszeitung" die einzige Tageszeitung des deutschen Exils. Diese pressegeschichtliche Sonderstellung akzentuierte seine herausragende Rolle als Repräsentant - und Aktant - in der politisch-kulturellen Öffentlichkeit des Exils und eröffnet heute neue Forschungsfelder, u.a. vor dem Hintergrund publizistischer Traditionen und Sparten wie dem Feuilleton. Ausgehend von der Frage nach den vielfältigen Formen redaktioneller, ökonomischer und ästhetischer Vermitteltheit literaturkritischer Praxis verbindet die durch Archivquellen abgestützte Untersuchung kommunikationsgeschichtliche, literatursoziologische und literaturwissenschaftliche Ansätze. So entwickelt sie einen mehrschichtigen Begriff von Literaturkritik, der diese als publizistische Institution im kulturellen Kräftefeld der deutschen Emigration in Frankreich, als ökonomischen Faktor auf dem literarischen Markt und als ästhetischen Diskurs innerhalb der literarischen Öffentlichkeit beschreibbar macht. Auf diese Weise gewinnt die Untersuchung exemplarischen Charakter für die Analyse literarischer Kommunikation während des Exils. Neben dem Beitrag von "Pariser Tageblatt" bzw. "Pariser Tageszeitung" zur Entwicklung literarästhetischer Positionen innerhalb des intellektuellen Kräftefeldes dieser Jahre, der die Zeitung u.a. in diskursive Auseinandersetzung mit "Das Wort" treten ließ, gilt ein besonderes Augenmerk der Rezeption und Kommentierung französischer Literatur. Der selektive Charakter des Literaturtransfers weist auf seinen außerästhetischen Anlaß zurück und unterstreicht gerade damit das Grundproblem einer Literaturkritik des Exils, die sich - bis auf Ausnahmen; im vorliegenden Falle u.a. Alfred Döblin, Alfred Wolkenstein und Ferdinand Hardekopf - der konjunkturellen Ausdifferenzierung einer exilspezifischen Ästhetik widmete und dabei längerfristige Entwicklungen der Moderne weitgehend ausblendete. Ein Verzeichnis sämtlicher Rezensionen mit Registern ist der Untersuchung beigefügt.

Klappentext
Während seines Erscheinungszeitraums (1933-1940) war das "Pariser Tageblatt" und sein Nachfolgeorgan "Pariser Tageszeitung" die einzige Tageszeitung des deutschen Exils. Diese pressegeschichtliche Sonderstellung akzentuierte seine herausragende Rolle als Repräsentant - und Aktant - in der politisch-kulturellen Öffentlichkeit des Exils und eröffnet heute neue Forschungsfelder, u.a. vor dem Hintergrund publizistischer Traditionen und Sparten wie dem Feuilleton. Ausgehend von der Frage nach den vielfältigen Formen redaktioneller, ökonomischer und ästhetischer Vermitteltheit literaturkritischer Praxis verbindet die durch Archivquellen abgestützte Untersuchung kommunikationsgeschichtliche, literatursoziologische und literaturwissenschaftliche Ansätze. So entwickelt sie einen mehrschichtigen Begriff von Literaturkritik, der diese als publizistische Institution im kulturellen Kräftefeld der deutschen Emigration in Frankreich, als ökonomischen Faktor auf dem literarischen Markt und als ästhetischen Diskurs innerhalb der literarischen Öffentlichkeit beschreibbar macht. Auf diese Weise gewinnt die Untersuchung exemplarischen Charakter für die Analyse literarischer Kommunikation während des Exils. Neben dem Beitrag von "Pariser Tageblatt" bzw. "Pariser Tageszeitung" zur Entwicklung literarästhetischer Positionen innerhalb des intellektuellen Kräftefeldes dieser Jahre, der die Zeitung u.a. in diskursive Auseinandersetzung mit "Das Wort" treten ließ, gilt ein besonderes Augenmerk der Rezeption und Kommentierung französischer Literatur. Der selektive Charakter des Literaturtransfers weist auf seinen außerästhetischen Anlaß zurück und unterstreicht gerade damit das Grundproblem einer Literaturkritik des Exils, die sich - bis auf Ausnahmen; im vorliegenden Falle u.a. Alfred Döblin, Alfred Wolkenstein und Ferdinand Hardekopf - der konjunkturellen Ausdifferenzierung einer exilspezifischen Ästhetik widmete und dabei längerfristige Entwicklungen der Moderne weitgehend ausblendete. Ein Verzeichnis sämtlicher Rezensionen mit Registern ist der Untersuchung beigefügt.


billigbuch.ch sucht jetzt für Sie die besten Angebote ...

Loading...

Die aktuellen Verkaufspreise von 6 Onlineshops werden in Realtime abgefragt.

Sie können das gewünschte Produkt anschliessend direkt beim Anbieter Ihrer Wahl bestellen.


Feedback