Der Weg zum Heldenplatz

Der Weg zum Heldenplatz

Einband:
Fester Einband
EAN:
9783218007344
Untertitel:
Eine Geschichte der österreichischen Diktatur 1933-1938
Genre:
Sachbücher 20. Jahrhundert (bis 1945)
Autor:
Manfred Scheuch
Herausgeber:
Kremayr Und Scheriau
Auflage:
1., Aufl.
Anzahl Seiten:
256
Erscheinungsdatum:
01.03.2005
ISBN:
978-3-218-00734-4

War Österreichs Weg in das Hitlerreich unabwendbar? Manfred Scheuch beleuchtet die Vorgeschichte des "Anschlusses" von 1938 in der Ersten Republik und im austrofaschistischen Ständestaat. Seine Schlussfolgerung: Die unnachgiebige Politik der Christlichsozialen, die keine Annäherung an die Sozialdemokratie zuließ und sich durch deren Zerschlagung der stärksten Bundesgenossen gegen die nationalsozialistische Vereinnahmung beraubte, hat den Weg zum Heldenplatz geebnet. Die aus der Zertrümmerung der Habsburgermonarchie hervorgegangene demokratische Republik Österreich, der "Staat, den keiner wollte", vom unüberbrückbaren Gegensatz zwischen der klerikal-bürgerlichen Christlichsozialen Partei und den proletarischen Sozialdemokraten geprägt, endete nicht erst im Jahre 1938. Bereits 1933 wurde ihr durch den Verfassungsbruch der christlichsozial geführten Regierung Dollfuß' das Ende bereitet. Im Bündnis mit der von Mussolini protegierten faschistischen Heimwehr auf autoritärem Kurs, drängte sie die Arbeiterschaft mit der Niederschlagung des verzweifelten Aufstands vom Februar 1934 ins totale Abseits. Im Juliputsch 1934 wurde Kanzler Dollfuß Opfer der Nazis, ohne dass sein Nachfolger Schuschnigg willens und imstande war, eine Versöhnung mit der in die Illegalität gedrängten Sozialdemokratie zu finden. Vielmehr versuchte er Befriedung durch Einbindung des "nationalen Lagers", ein Erfolg der Nazis. Hilflosigkeit gegenüber der Wirtschaftskrise mit ihrer verheerenden Arbeitslosigkeit vertiefte die Entfremdung breiter Bevölkerungskreise und insbesondere der Jugend gegenüber dem Regime. Verfolgung politischer Gegner, Errichtung von Anhaltelagern, kleinliche Schikanen, Zensur und klerikales Muckertum blieben vergebliche Mittel, die Distanz der Mehrheit der Österreicher zum ungeliebten Staat zu verringern. Außenpolitisch isoliert und im Inneren zerrissen, wankte das Regime in seinen Untergang. Nicht nur fanatische Nationalsozialisten strömten am 13. März 1938 auf den Heldenplatz. Viele glaubten, schlimmer könne es nicht werden. Sie unterlagen damit einer für Hunderttausende tödlichen Täuschung.

Autorentext
MANFRED SCHEUCH Wiener des Jahrgangs 1929, Studium der Geschichte, 1970-1989 Chefredakteur der "Arbeiter-Zeitung", Autor vieler Sachbücher: "Historischer Atlas Österreich", "Historischer Atlas Deutschland", "Europa im 20. Jahrhundert", "Das größere Europa. Ost-Erweiterung", "Nackt - Kulturgeschichte eines Tabus". Renner-Preis, Preis der Stadt Wien für Volksbildung, Bruno Kreisky-Anerkennungspreis.

Inhalt
Aus dem Inhalt Ein Staat, den keiner wollte? Abenddämmerung der Demokratie Durchbruch der Nazipartei Dollfuß oder der Fingerzeig Gottes Mussolini: Protektor mit Ablauf Der versäumte Generalstreik Die Galgen des Februar Verfassung mit Gott und ohne Volk Juli 1934: Ein Toter - von 222 Links und Rechts in Wöllersdorf Schuschnigg - der neue "Frontführer" Treueste Stütze: die Kirche Kultur zwischen Muckertum und Volkstümelei Die Wirtschaftskatastrophe In Untergrund und Exil Der Sozialistenprozess 1936 Das Ende der Heimwehr "Befriedung" der Wölfe Von Berchtesgaden zum Heldenplatz


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